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Geschichte

Nach der Eroberung des Matterhorns 1865 kamen immer mehr Menschen, um diesen einzigartigen nun erklimmbaren Berg zu erkunden. Bald kam man zu der Überzeugung, dass am Fusse des Matterhorns eine Übernachtungsmöglichkeit gebaut werden müsse.

So wurde 1880 auf 3260 Meter über Meer die erste Unterkunft mit siebzehn Schlafplätzen gebaut, die Hörnlihütte. Diese wurde unter Aufsicht und Initiative des Schweizer Alpen-Clubs, Sektion Monte Rosa, errichtet. Seit dem Bau dient sie vielen Bergsteigern als Ausgangspunkt für die Matterhornbesteigungen und als Zufluchtsort bei Wetterumschlägen.

1911 baute die Burgergemeinde Zermatt in unmittelbarer Nachbarschaft das Berghaus Matterhorn (Belvédère). Bis 1987 wurden die beiden Hütten separat geführt, was teilweise schwierig war. 1987 einigten sich die Sektion Monte Rosa des Schweizer Alpen-Clubs und die Burgergemeinde Zermatt, dass der jeweilige Hüttenwart des Berghotels Bélvèdere auch die Hörnlihütte betreut.

Um den wachsenden Bedürfnissen gerecht zu werden, wurden die Hütten in den folgenden Jahrzehnten mehrmals umgebaut und bieten seit der letzten Renovierung und Vergrösserung 1982 Platz für 170 Berggänger.

Projekt

Seit über 130 Jahren ist die Hörnlihütte nun Ziel und Ausgangspunkt für Matterhorn Wanderer und Besteiger, das Berghaus Matterhorn seit 101 Jahren. Beide Häuser erfüllen die heutigen Anforderungen bezüglich Umweltverträglichkeit und Infrastruktur nicht mehr.

Mit Blick auf das ausserordentliche Jubiläumsjahr zur Erstbesteigung des Matterhorns 2015 haben sich die Burgergemeinde Zermatt, zusammen mit der Stiftung «Hörnlihütte 2015» entschieden, die Hörnlihütte zu sanieren und das Berghaus Matterhorn mit einem Umbau den heutigen Anforderungen an Umweltverträglichkeit, Sicherheit, Hygiene und Funktionalität anzupassen. Die Architekten perren / zurniwen / arnold, architektur& design aus Zermatt wurden mit der Planung der Hörnlihütte beauftragt.

Damit eine umfassende Sanierung beider Häuser möglich ist, hat die Sektion Monte Rosa beschlossen, die Hörnlihütte an die Burgergemeinde Zermatt abzutreten. Die neue Einheit wird unter dem Namen Hörnlihütte geführt werden.

Die Realisierung der künftigen Hörnlihütte erfordert ein grosses Engagement der Freunde und Bergsteiger, über die Zermatter Grenzen hinaus. Investitionen in der Höhe von acht Millionen Franken sind nötig.


 

Technik

Die Nachhaltigkeit hat oberste Priorität. Bei der Hörnlihütte werden nicht einzelne Komponenten der Gebäudehülle, der Gebäudetechnik oder der Energieerzeugung ausgereizt. Ziel ist, das Gesamtsystem zu optimieren.

Der Umbau trägt wesentlich zu einer Verminderung der Umweltbelastung bei, namentlich durch die Realisierung eines umweltfreundlichen Wasser- und Entsorgungskonzeptes und durch eine Verbesserung der Energiebilanz. Der Betrieb des Gebäudes wird sich weitestgehend selbst mit Wasser und Energie versorgen können.

Da in der Umgebung der Hütte keine ganzjährig nutzbare Quelle verfügbar ist, wird das Wasser heute mühsam an drei Stellen am Matterhorn gefasst. Mit dem Umbau der Berghütte wird die Wassersammlung und -versorgung verbessert und sichergestellt.

Auch die heutige Abwasserentsorgung ist nicht mehr zeitgemäss. Heute werden Abwasser und Fäkalien unbereinigt in die Nordflanke geleitet. Mit dem neuen Abwasserkonzept wird das Wasser nicht nur gereinigt, sondern kann auch mehrfach genutzt werden.

Die heutige Energieversorgung der Hütte stellt ein Dieselaggregat sicher. Die Hütte ist weder isoliert noch beheizt. Das neue Energie-Versorgungs-System wird einen nachhaltigen, effizienten und reibungslosen Betrieb der Hütte gewährleisten.


 

Architektur

Die 132-jährige Hörnlihütte wird rückgebaut, das Fundament und weitere Bauteile werden für den Neubau wiederverwendet. Ein Glasbau wird den Neubau und das umgebaute Berghaus Matterhorn verbinden und zu einer Einheit zusammenführen.

Das über 100-jährige Berghaus Matterhorn wird als erstes von den im Laufe der Jahre entstandenen An- und Ergänzungsbauten freigestellt. Die Hörnlihütte wird rückgebaut, das Fundament und weitere noch funktionstüchtige Bauteile nach Möglichkeit für den Neubau wiederverwendet.

Nach dem Umbau befindet sich im Erdgeschoss des ehemaligen Berghauses Matterhorn die Küche. Zudem werden die Gebäude unterirdisch durch einen Service-Anbau ergänzt. Der Ersatzbau wird auf dem bestehenden Fundament aufgebaut. Im Ersatzbau befinden sich der Speisesaal sowie die Schlafplätze für die Gäste.

Die von der Exposition her geeigneten Dachflächen werden mit Photovoltaik-Modulen ausgerüstet, die der Stromproduktion dienen. Die Terrasse wird zur Warmwassergewinnung mit thermischen Kollektoren ausgerüstet.

PDF Bauprojekt zum Download


 

Facts & Figures

Die Hörnlihütte hat neu 130 Plätze und ist jeweils von Juli bis September geöffnet.
  •  Total 34 Zimmer 
    •    4 Zimmer mit 8 Betten
    •   10 Zimmer mit 6 Betten
    •    6 Zimmer mit 4 Betten
    •    3 Zimmer mit 3 Betten
  • Nasszellen / WC's und Dusche auf der Etage
  •  Zusätzlich     2 Suiten mit eigener Dusche/ Nasszelle/ WC
  • Aufenthaltsraum für 130 Personen
  •  WiFi auf der Terrasse und im Aufenthaltsraum
 

 

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